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Bleibe fokussiert -Einführung ins Thema III

Beachtet bitte auch den Hinweis am Ende dieser Seite …

bleibe fokussiert!

Bleibe fokussiert

Ein Aspekt, der nachweislich einen Einfluss auf unseren Lernerfolg hat, ist die Fähigkeit sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Bleibe fokussiert! In der heutigen Zeit ist dies die wahre Kunst. Es ist ein Mythos, dass wir multitasking-fähig sind. Jedenfalls sind es die meisten von uns nicht! Bevor etwas im Langzeitgedächtnis gespeichert wird, muss es das Kurzzeitgedächtnis bzw. Arbeitsgedächtnis passieren. Die Meinungen gehen etwas auseinander, ob wir eher vier Slots oder eher sieben Slots zur Verfügung haben, um Information im Kurzzeitgedächtnis zu halten. Sicherlich gibt es dort individuelle Unterschiede.

Wie gut unser Kurzzeitgedächtnis ist, kannst du z. B. über die Zahlen einer zugerufenen Telefonnummer herausfinden. Bei welcher Anzahl von Nummern fangen wir an zu straucheln? Viel interessanter ist aber die Tatsache, dass wir die Zahlen, bzw. einen Teil der Zahlen nicht mehr rekapitulieren können, wenn wir jetzt abgelenkt werden. In diesem Fall fordert nämlich der Fokuswechsel Slots aus dem Kurzzeitgedächtnis an. Deshalb ist es beim Lernen umso notwendiger, dass wir unsere Aufmerksamkeit sorgfältig auf eine Aufgabe lenken.

Mit Tricks zum Erfolg

Etwas besser läuft es, wenn wir unserem Arbeitsgedächtnis mit Tricks auf die Sprünge helfen können. Ein Trick, den wir von Haus aus beherrschen, ist die Informationsverdichtung (Informationsblöcke). Sobald wir verstanden haben, wie sich z. B. das Grundrezept eines Pfannkuchens zusammensetzt, müssen wir uns nicht mehr die Einzelzutaten merken. Experten eines Sachgebietes verfügen über eine wahre Bibliothek von Informationsblöcken, so kann z. B. ein kreativer Koch, alleine aus den gemerkten Grundrezepten und ein Blick auf die vorhandenen Zutaten neue Kreationen zubereiten. Darüber hinaus können wir unser Arbeitsgedächtnis mit Fleiß und Konzentration trainieren. Einige Gedächtnistechniken liefern nach kurzer Übung schon gute Ergebnisse (Major-System, PAO/PVO-Methode, Loci-Methode, Gedächtnisroute, bzw. Gedächtnispalast, Geschichten erzählen, u. a.).

Ablenkungsfreie Umgebung

Hier nun ein Tipp, der uns auch ohne Gedächtnistechniken schon ein gutes Stück weiter bringt. Am besten lernen wir in einer ablenkungsfreien Umgebung. Auch wenn es banal klingt und uns manchmal schwerfällt, es ist effizienter sich 25 Minuten nur mit einer Sache zu befassen, also z. B. ausschließlich zu lernen. Schon die Möglichkeit einer Ablenkung wirkt sich hier negativ aus. Ablenkung durch Musik, Fernsehen oder das Smartphone sollten wir auf die Entspannungsphase verschieben. Auf diese Weise können wir das Lernen, den Lernfortschritt und auch die Ablenkung ungeteilt genießen. Hier gilt weniger ist mehr!

Schlaf ist ein wichtiger Teil des Lernens

Je länger wir den notwendigen Schlaf hinauszögern, desto erschöpfter ist unser Körper und Geist. Das Nervengewebe eines wachen Menschen füllt den Platz gut aus, da die Nervenzellen gut gefüllt sind. Aus der Zellflüssigkeit werden Metaboliten in die Zellzwischenräume des neuronal aktiven Gewebes abgegeben. Metaboliten reichern sich auf diese Weise in der extrazellulären Flüssigkeit an und können ab einer bestimmten Konzentration Einfluss auf die Entscheidungsfähigkeit haben. (Metaboliten sind Zwischenprodukte im Stoffwechselvorgang, extrazelluläre Flüssigkeit ist die Flüssigkeit außerhalb der Zelle). Wenn du übermüdet bist, ist deine Konzentration und Reaktion beeinträchtigt. Mit fortschreitender Übermüdung wirkst du auf deine Umwelt benommenen und lethargisch.

Zwar findet der Abtransport der Metaboliten permanent über die Blut-Hirnschranke statt, jedoch hat Schlaf hier eine besondere Bedeutung. Während wir schlafen, schrumpfen die Nervenzellen. Man konnte nachweisen, dass Metaboliten und Kohlendioxid dann mit einer 4,2-fach höheren Rate abtransportiert werden (untersucht an Mäusen). Während wir Schlafen profitieren wir außerdem von einer erhöhten Neubildung der Synapsen. Salopp gesagt, räumen wir im Schlaf unser Gehirn gründlich auf und reorganisieren und erweitern unser Nervengewebe und bilden dadurch ein stärkeres Gerüst. Ich finde, dies ist ein gutes Argument für ausreichend Schlaf.

Das Gegenteil von Schlaf – die moderate Bewegung

Wir brauchen kein Superathlet zu sein, wir brauchen nicht die schweißtreibende Anstrengung an der Grenze zur Verausgabung, um von Bewegung zu profitieren. Aber wir müssen uns bewegen. Entwicklungsgeschichtlich sind Menschen sind für stetige Bewegungen ausgelegt. Schaut man sich das Verhältnis von Gesäß zu Schulter und von Beinen zu Armen an, wird klar, dass Menschen Geher und Läufer sind. Wenn wir uns während der gesamten Lernphase nicht bewegen ist unser Lernfortschritt geringer, als wenn wir ganz moderat Gehen oder Laufen. Radfahren oder Schwimmen ist auch ok, genauso wie Balanceübungen. Deshalb kann es sinnvoll sein, in der Erholungsphase einen Spaziergang an der frischen Luft zu machen. Ich persönlich bevorzuge den Waldspaziergang. Ich nutze die Zeit dann, um den Lernstoff zu rekapitulieren. Man weiß mittlerweile, dass Bewegung der beste Schutz gegen neurodegenerative Prozesse im Gehirn ist (z. B. Demenz).

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