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Effektiv lernen und studieren – Teil 1

Beachtet bitte auch den Hinweis am Ende dieser Seite …

Bewährte Methoden von Einserschülern

Inhalt:

Grundsätzliches als Einstiegshilfe
Vermeidungsstrategie
Perspektivwechsel

>>> Teil 2 kannst Du hier lesen:

Reinschlingen oder naschen – welcher Weg verspricht mehr Erfolg? Denke mal über diese Frage nach!

Was machen „Schüler“, die scheinbar mit Leichtigkeit lernen anders, als die, die sich immer auf den letzten Drücker das Wissen eintrichtern? Die Lernpsychologie kennt die Antwort auf diese Frage. Sie hat 6 Methoden ans Licht gebracht, die es wert sind, sich mal genauer anzuschauen. Natürlich sind nicht alle Methoden immer für jeden gültig und richtig, aber es gibt ganz eindeutig eine Tendenz. Wir sollten diese Erkenntnisse also nutzen, uns davon eine Scheibe abzuschneiden.

Stellen wir uns erst einmal die Frage, unter welchen Bedingungen lernen wir gerne? Meistens lernen wir dann gerne, wenn etwas spielerisch ist, oder einfach ausgedrückt, wenn es uns Spaß macht. Das Lernmaterial erzeugt kein Stress, es befriedigt unsere Neugier und belohnt uns mit guten Noten und/oder Anerkennung. Die positive Rückkopplung verstärkt das gute Gefühl und damit den Lernerfolg beim nächsten Anlauf. Es leuchtet ein, dass wir damit für ein gutes Lernklima in der Zukunft sorgen.

Auf der anderen Seite würde uns die schlechte Erfahrung nach dem Scheitern die Freude und Leichtigkeit nehmen. Wir werden versuchen, dieses schlechte Gefühl so lange wie möglich zu vermeiden. Solange, bis es nicht mehr aufschiebbar ist. Natürlich sind wir wieder in die Falle getappt. Diese Strategie, die jeder kennt, heißt Prokrastination, also das extreme Aufschieben. Oder bildlich gesprochen: etwas auf den letzten Drücker erledigen. Interessanterweise kommt dieses Sprachbild vermutlich aus einer Zeit, als man noch auf den abfahrenden Zug aufspringen konnte. Zu jeder Zeit gab es also die Kollegen, die immer spät dran waren und unter Beteiligung von Schweiß und Stress die Klinke (Drücker) des letzten Waggons erreichen konnten.

Und hier folgen nun sechs Verhaltensweisen/Methoden, die empfehlenswert sind.

1. Vermeidungsstrategie:

Ohne Fleiß kein Preis! Dies bedeutet aber nicht, dass der Preis größer wird, wenn man sich etwas eintrichtert oder büffelt. Sobald Lernen zur Büffelei wird, wird es ineffektiv. Büffelei kann immer nur eine Notfallstrategie sein. Wir reizen die Fähigkeiten unseres Kurzzeitgedächtnis maximal aus und verbauen uns den Weg ins Langzeitgedächtnis.

Exkurs: Interessanterweise ist mit büffeln immer die anstrengende Ochsenarbeit gemeint, während früher mit dem Nürnberger Trichter (eintrichtern) eigentlich das Gegenteil gemeint war und sich erst mit der Fehldeutung ins Negative gewandelt hat. Der „Trichter“ ist für Harsdörffer (1647) ein Symbol für den sorgsamen Umgang mit Zeit. Wein wachse zwar jedes Jahr neu nach, aber trotzdem fülle man den neuen Wein durch Trichter in Flaschen und Fässer, „daß alle Tropffen davon zu Nutzen kommen“, also nichts verschwendet wird.

Vermeide also das Büffeln! Teile das Lerngebiet in kleinere Häppchen auf und verteile dies auf eine angemessene Lernzeit (Zeitplan). So entsteht ein Plan, der schriftlich niedergelegt werden sollte. Was muss ich lernen, wie kann ich das Lerngebiet durch Aufteilung überschaubarer machen, wann sollte ich was bearbeiten. Wir lernen also in kleinen, kürzeren Sitzungen, statt in einer Marathonsitzung. Um die Sache spannender zu machen, sollte man von Zeit zu Zeit frühere Lerneinheiten locker wiederholen. Dies erzeugt den höchsten Nutzen. Kürzere Lerneinheiten über eine längere Zeit bearbeitet und gelegentliche Wiederholungen sind hier der Schlüssel zum Erfolg.

2. Perspektivwechsel:

Kann man das Thema auf unterschiedliche Weise betrachten? Welche wichtigen Untergebiete hat das Hauptthema und wie sind sie verzahnt? Der Wechsel zwischen den Untergebieten erzeugt einen neuen Blickwinkel, bringt Neuigkeiten und macht vielleicht deutlich, was aus einer anderen Perspektive nicht klar wurde (Verzahnung). So kann Wissen aufeinander aufbauen und durch die Vernetzung ist es von längerer Dauer. Dies bedeutet für die Zukunft eine Zeitersparnis, weil weniger rekapituliert werden muss. Beim Perspektivwechsel sind wir auf der Suche nach Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeiten, Abhängigkeiten und Unterschieden. Beim Perspektivwechsel sollten wir eine Regel beherzigen. Der größte Nutzen entsteht, sofern wir die Perspektive erst wechseln, wenn wir genügend Informationen aus einem Blickwinkel sammeln konnten, sodass wir uns über die Zusammenhänge der Untergebiete klar werden können. Kontraproduktiv ist ein zu häufiger Perspektivwechsel, während die Änderung der Reihenfolge für den Perspektivwechsel den Lernerfolg positiv beeinflussen.

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