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Lebenslanges Lernen – Einführung ins Thema II

Beachtet bitte auch den Hinweis am Ende dieser Seite …

Lebenslanges Lernen soll Spaß machen!

Lebenslanges Lernen

Warum der Vorwurf der Verdummung dumm ist

Lebenslanges Lernen soll Spaß machen. Heute weiß man, dass viele der erfolgreichsten Lehrer und Coaches, Sprachkünstler sind. Sie schaffen es, schwierigste Inhalte durch Analogien und Metaphern zu veranschaulichen. Sie heben den Lernstoff von der abstrakten Ebene auf eine anschauliche Ebene. Die Lehrer schaffen es, den Lernstoff in etwas Bekanntes umzuwandeln. Ich möchte an dieser Stelle noch anmerken, dass es natürlich auch die Schüler gibt, die sehr gut mit der abstrakten Darbietung des Lernstoffes und auch sehr abstrakten Erklärungen gut zurechtkommt. Leider sind diese Schüler in der Unterzahl. Deshalb hinterlassen trockene, abstrakte Unterrichtseinheiten bei vielen Schüler Verwirrung. Es wäre besser, wenn der Weg vom Bekannten zum Unbekannten gegangen wird.

Dann hat der Lernende die Chance, gleich von Anfang an Informationen zu verknüpfen. Auf diese Weise würde das neuronale Netz engmaschiger. Neues, auch abstraktes Wissen könnte viel einfacher und zuverlässiger ins Netz eingebaut werden. Es hätte eine bessere Chance einen Eindruck zu hinterlassen. Tatsächlich sahen sich Lehrer, die Analogie und Metapher als Stilmittel einsetzten, dem Vorwurf ausgesetzt, den Lernstoff herunter zu dummen. So als wäre eine Dampfmaschine eben kein dunkler Raum mit zwei Öffnungen, wo vorne Dampf reinkommt und hinten Dampf rauskommt. Die Erfolgsidee: denke einfach, bevor du komplex denkst.

Modus Operandi

Fokuswechsel

Die Art, wie unser Gehirn mit sich und der Welt verbunden ist, kennt eigentlich zwei Modi. Auf der einen Seite den Modus der höchsten Konzentration und auf der anderen Seite den Modus der Leichtigkeit des Seins. Wenn wir fokussiert sind, also wie eine Lupe die Sonnenstrahlen im Brennpunkt konzentrieren, kreisen unsere Gedanken um einen Punkt. Sie sind auf das Problem konzentriert. Nichts drängt sich nach vorne, weder von der inneren noch der äußeren Umwelt. Die Konzentration kann sehr effektiv sein, leider ist sie auch sehr ermüdend. Es kann dann z. B. sein, dass wir ein Problem nicht lösen können, weil uns der Impuls von außen fehlt. Wir bräuchten einen Moment der Erholung.

Für unsere kreative Seite benötigen wir also den abschweifenden Modus. Jetzt gleiten unsere Gedanken dahin, kommen vom Hölzchen zum Stöckchen, wir tagträumen. Im abschweifenden Modus ergeben sich vielleicht neue Impulse und neue Sichtweisen auf ein Problem. Viele Heureka-Erkenntnisse wurden im Bade gewonnen, während eines Waldspazierganges oder eines Tagtraums. Diese beiden Modi sind entgegengesetzte Punkte. Die aktuelle Hirnforschung sagt, dass wir beide Modi trainieren können. Für erfolgreiches Lernen sind beide Modi wichtig. Denke bitte an die letzte Autobahnfahrt – es ist faszinierend, wie wir unser Ziel erreichen, im Wechsel zwischen Konzentration und Dahingleiten.

Langeweile ist tödlich

Immer der gleiche Trott ist natürlich langweilig, deshalb ist die Konzentration auf ein Problem zunächst zwar spannend, kann aber irgendwann zur Tortur werden. Mit dem Fokuswechsel halten wir unser Gehirn bei Laune, wir verschaffen ihm die verdiente Abwechselung (z. B. erholen und Musik hören). Aus diesem Grund funktioniert auch die Methode, eine Lerneinheit in kurze Zeitblöcke zu unterteilen und dann eine erholsame kurze Pause einzulegen (z. B. Pomodoro-Methode). Wenn wir nämlich verbissen an einem Problem hängen bleiben, dann ermüden wir, dies verschlechtert die Erfolgsaussicht etwas zu lernen. Die kreative Lernpause schützt uns vor Ermüdung und erzeugt Spannung! Sind wir dann auch noch ungeduldig oder enthusiastisch die Lernphase fortzusetzen, erhöht dies die Aussicht auf Lernerfolg.

Je besser uns die Umschaltung zwischen den Modi gelingt, desto leistungsfähiger wird unser Gehirn. Wir profitieren von der Übung, so wie ein Leistungssportler nicht von heute auf morgen eine hohe Leistung erbringen kann, kann das Gehirn nicht ohne Übung lerneffizient umschalten. Wir sollten dies z. B. mittels der Pomodoro-Methode oder einer anderen taktgebenden Methode lernen/einüben. Wir sollten uns auch kein schlechtes Gewissen einreden lassen, wenn wir die Lerneinheit für eine kleine Pause unterbrechen. Lernen zu lernen, ist wie ein Instrument zu üben, wir werden durch etwas Fleiß mit etwas Wertvollem belohnt. Bei den taktgebenden Methoden gilt: Die Zeit nicht der Lernstoff bestimmt den Takt – daran sollte man sich halten.

Prokrastination

Ups, ich bin ein Prokrastinator

Prokrastination könnte man als eine hartnäckige Angewohnheit bezeichnen. Wir schieben unangenehme Dinge auf die lange Bank, wenden uns angenehmeren Dingen zu, bis die Dinge nicht mehr aufzuschieben sind. Tatsächlich kann man in bildgebenden Verfahren, wie z. B. der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT, Neuroimaging), das schlechte Gefühl erkennen.

Falls dir diese Angewohnheit beim Lernen in die Quere kommt, bist du verratzt. Das Büffeln auf dem letzten Drücker, bedeutet eine Überladung des Arbeitsgedächtnisses. Der Lernerfolg steht auf wackligen Beinen, es wird kein ausreichend starkes Netz geknüpft, in das wir langfristig neue Informationen einhängen können, zudem ist das Arbeitsgedächtnis sehr Stress anfällig und fällt häufig komplett aus. Wie bereits angedeutet, neigt das Gehirn dazu, unangenehmen Erfahrungen aus dem Weg zu gehen. Aus diesem Grund lesen wir viel lieber Nachrichten unserer Freunde, als ein Übungsbuch aufzuschlagen. Wer nur mäßig zur Verschiebung neigt, der kann an dieser Stelle gleich mit der schon angesprochenen Pomodoro-Methode anfangen. Für die Super-Prokrastinatoren schlagen Psychologen eine andere Strategie vor. Sie beruht auf der Aussicht einer kurzfristigen Belohnung, die Belohnung wird immer am Ende des Zeitintervalls ausgeschüttet, unabhängig davon, wie weit man mit dem Stoff ist – das ist der Trick.

10-Minuten-Trick gegen Prokrastination

Ein bewährtes Verfahren ist die 10-Minuten-Arbeiten-Stoppen-Belohnen-Methode. Du musst vorher nur festlegen, was die Belohnung ist, z. B. E-Mails checken, Kaffee trinken, Gummibären naschen. Also bevor du Gummibären essen darfst, musst du 10 Minuten (!) für eine aufgeschobene, wichtige Übungseinheit aufwenden, nach 10 Minuten, musst (!) du die Übung unterbrechen und dich belohnen. Die Konditionierung führt dazu, dass Lernen dann mit einem positiven Impuls verbunden ist, nach ein paar Übungen, können die 10-Minuten-Phasen verlängert werden, irgendwann bist du dann bei der Pomodoro-Methode. Ein positiver Nebeneffekt, wir neigen dazu, unerledigte Dinge fortzusetzen. Probier es aus, aber halte dich unbedingt an die Unterbrechungsregel!

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