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Effektiv lernen und studieren – Teil 2

Beachtet bitte auch den Hinweis am Ende dieser Seite …

Bewährte Lernmethoden von Einserschülern

Inhalt Teil 2:

Sesamstraßentechnik
Beispieltechnik
Schreiben und Malen
Abrufen und anwenden

>>> Teil 1 kannst du hier lesen:

Reinschlingen oder naschen – welcher Weg verspricht mehr Erfolg? Denke mal über diese Frage nach!

3. Wieso, weshalb, warum (wer, was wodurch…) – Sesamstraßentechnik:

Befrage dich selber, gib dir Antwort und vor allem erkläre dir das Thema so ausführlich wie möglich. Bei dieser Technik bleibst du neugierig und schaffst die Grundlage für eine weitere Vernetzung. Überprüfe dein Wissen/Vorwissen, frage dich was es noch zu lernen gibt. So legst du offen, wo dir noch Antworten fehlen oder du Irrtümer erlegen bist. Gleichzeitig hilft dir diese Technik dabei die Antworten aus dem vorliegendem oder möglicherweise auch ganz neuem Lernmaterial herauszufiltern. Eine Frage führt zur nächsten!

Eine einfache Möglichkeit zur Erfassung der Fragen ist die Niederschrift in einem Notizbuch. Noch eine gute Möglichkeit sein Wissen/Vorwissen zu erfassen kann das Mindmapping sein, das sich gut in einem Notizbuch oder mit einer entsprechenden Software erfassen lässt. Es sei aber hier ausdrücklich darauf hingewiesen, die beste Art und Weise behindert uns nicht beim Arbeiten mit unseren Gedanken. Wer nicht fragt, bleibt dumm, gilt eben auch für die Selbstbefragung/Selbstbeantwortung.

Empfehlung: Ein neues Lernkapitel sollte man damit beginnen sich zu fragen, was man bereits weiß, was man noch lernen muss und welche Antworten man noch erwarten könnte.

Mögliche Fragen sind z.B. Wie kam es dazu? Was sind die Hauptgründe? Wer war dafür verantwortlich? Wo liegen die Fehlerquellen? Wem nützte es? Wie hängt dies und das zusammen?

4. Beispieltechnik:

Zur Erklärung eines Sachverhalts solltest Du dir Beispiele deutlich machen. Mit welchem Beispiel kann ich mir den Zusammenhang XYZ gut erklären. Natürlich kannst Du dir abstrakte Beispiele ausdenken, es ist aber immer hilfreich sich mindestens über ein konkretes Beispiel Gedanken zu machen. Es ist nämlich erwiesen, dass wir in uns in Stresssituationen viel besser an konkrete Geschichten erinnern können, als an abstrakte. Noch besser sind Beispiele, die auf den eigenen persönlichen Erfahrungen basieren. Hierbei ist aber zu beachten, dass man nicht einem Trugschluss unterliegt. Möglicherweise ist das gewählte Beispiel nicht akkurat oder nicht relevant.

5. Zwei Eingänge – Schreiben und malen:

Kann ich nicht und will ich nicht! Besonders diese Technik erzeugt immer einigen Widerstand. Aber wer diesen Widerstand für sich überwunden hat, erhält einen enormen Vorteil. Immer wenn wir Wissen über unterschiedliche Kanäle erwerben profitiert unser Gedächtnis überproportional. Und mal ehrlich, da Lernmaterial etwas sehr persönliches ist, sollte es uns egal sein, ob das gemalte Haus krumm ist und das gemalte Pferd nur drei Beine hat. Unser visuelles Erinnerungsvermögen kann sich nämlich sehr gut an das dreibeinige Pferd erinnern und damit eben auch an die Notizen in seiner Nähe. Es ist viele Male nachgewiesen, dass selbst erzeugtes Lernmaterial aus Worten und Visualisierungen den größten Nutzen stiftet. Wir sollten uns dieser Möglichkeiten nicht durch unsere Eitelkeiten berauben.

6. Wissen abrufen und anwenden:

Wie bereits im Punkt Wieso, weshalb warum angerissen ist die Abfrage des eigenen Wissens ein guter Ausgangspunkt für die Vertiefung von Wissen und die Vernetzung mit neuen Erkenntnissen. Und mit dem nächsten Schritt, nämlich der praktischen Anwendung des Wissens erhalten wir dann eine Frischzellenkur. Durch Abrufen und ausprobieren wird aus dem Wissen ein nützlicher Erfahrungsschatz. Es mag paradox klingen, doch je mehr wir wissen, desto mehr sind wir uns darüber im Klaren, dass wir erst wenig wissen. Gleichzeitig steigen unsere Fähigkeiten, neues Wissen daran anzuknüpfen. Durch Wiederholung des Wissens werden wir immer vertrauter und mit neuem Wissen steigt unser Verständnis und damit die Bereitschaft und Fähigkeit, das Wissensgebiet auszubauen. Auch der Diskurs und der Dialog mit anderen Personen vertiefen unseren Erfahrungsschatz. Es gilt, Verbesserung kommt mit der Praxis.

Tipp: Falls Sie eine neue Sprache lernen möchten, dann machen Sie es wie die Babys. Hören Sie sich viele Stunden den Klang der neuen Sprache an, machen Sie sich zunächst keine Gedanken über die Bedeutung, lernen Sie zunächst einmal nur den Klang einer neuen Sprache. Irgendwann werden Sie Sprachmuster erkennen. Wenn Sie dann ausreichend vertraut sind mit dem Klang, dann fügen Sie dem Klang die Bedeutung hinzu.

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